Tora-Wimpel (Mappa) von Rolf Hesse aus Meschede
Inventarnummer2026/011
TitelTora-Wimpel (Mappa) von Rolf Hesse aus Meschede
BeschreibungDer Wimpel ist in den Farben gelb, blau, rot, grün, weiß und orange bemalt.
Unter dem hebräischen Segensspruch steht am Anfang des Wimpels in lateinischen Lettern der Name Rolf Hesse. Die Buchstaben sind teils einfarbig, teil mehrfarbig gehalten, einige Buchstaben sind mit geometrischen Mustern ausgefüllt. Die Oberlänge des Lamed in "unter einem guten Stern" ist zu einer Pflanze ausgeformt.
Oberhalb des Textes befinden sich ornamentale Pflanzen. Nach "zur Tora" ist eine Tora abgebildet, auf der "Tora, Moses, Wahrheit" steht.
Ungewöhnlich ist, das am Ende des Wimpels offenbar der Name der Zeichnerin "Lea Singer" angegeben sowie der Entstehungsort Meschede und das Entstehungsjahr 1922. Demnach wäre der Wimpel erst 5 Jahre nach Geburt des Kindes angefertigt worden, eventuell zum Ritus des Mappe Schuletragen, also dem ersten Besuch des Jungen in der Synagoge.
Unter dem hebräischen Segensspruch steht am Anfang des Wimpels in lateinischen Lettern der Name Rolf Hesse. Die Buchstaben sind teils einfarbig, teil mehrfarbig gehalten, einige Buchstaben sind mit geometrischen Mustern ausgefüllt. Die Oberlänge des Lamed in "unter einem guten Stern" ist zu einer Pflanze ausgeformt.
Oberhalb des Textes befinden sich ornamentale Pflanzen. Nach "zur Tora" ist eine Tora abgebildet, auf der "Tora, Moses, Wahrheit" steht.
Ungewöhnlich ist, das am Ende des Wimpels offenbar der Name der Zeichnerin "Lea Singer" angegeben sowie der Entstehungsort Meschede und das Entstehungsjahr 1922. Demnach wäre der Wimpel erst 5 Jahre nach Geburt des Kindes angefertigt worden, eventuell zum Ritus des Mappe Schuletragen, also dem ersten Besuch des Jungen in der Synagoge.
EntstehungsortMeschede
Datum 1917 - 1922
Entstehungszeitraum20. Jh.
ObjektbezeichnungTora-Wimpel
SachgruppeRitualgegenstand
Format
Länge: 336 cm
Höhe: 15.9 cm
Höhe: 15.9 cm
ErwerbungsartSchenkung
BemerkungenRolf Hesse ist wahrscheinlich identisch mit Rudolf Hesse. Sein Großvater war im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts aus dem Paderborner Land nach Meschede gekommen und hat dort eine Kürschnerei & Herrenschneiderei geführt. Das Geschäft wurde nach seinem Tod von seinen beiden Söhnen Siegmund und Adolf Hesse übernommen. Adolf Hesse war Rudolf Hesses Vater (auf dem Wimpel "Abraham" genannt). In der NS-Zeit flüchtete er nach Palästina, wo sich Rudolf Hesse bereits aufhielt. Der Onkel von Rudolf Hesse war Synagogenvorsteher und ist nach dem Novemberpogrom 1938 mit seiner Familie ebenfalls nach Palästina geflüchtet.